Timo Gross · Gitarrist · Musical Director
Heiner Lauterbach – Like a Hobo
Zwischen Weltliteratur, Blues, Roots-Musik und Geschichten von Menschen unterwegs. Timo Gross ist bei der Produktion als Gitarrist und Musical Director dabei.
Warum mich dieses Projekt sofort gepackt hat
Literatur, Blues und die Geschichten dazwischen
Manchmal fragen mich Leute, warum ich mich nach all den Jahren immer noch mit Blues beschäftige.
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Mich haben die Geschichten dahinter immer mindestens genauso interessiert wie die Musik.
Die Musik war oft nur die Tür. Dahinter lagen die Menschen: die Suchenden, die Außenseiter, die Träumer, die Gestrandeten. Die, die nie ganz dazugehört haben.
Genau deshalb hat mich die Idee von „Like a Hobo“ sofort gepackt. Nicht, weil Heiner Lauterbach dabei ist. Sondern weil hier etwas zusammenkommt, was für mich schon immer zusammengehört hat: Literatur und Roots-Musik.
„Die Musik war oft nur die Tür. Dahinter lagen die Menschen.“Timo Gross
Amerikanische Literatur und Blues
Die Menschen am Rand interessieren mich mehr als die Helden
Die Idee der Show
Wenn man Steinbeck liest oder Mark Twain, begegnet man denselben Menschen, die einem später bei Leadbelly, Son House oder Robert Johnson wieder über den Weg laufen.
Nicht wortwörtlich. Aber im Geiste.
Der gemeinsame Kern
Menschen, die unterwegs sind. Menschen, die versuchen, ihren Platz in der Welt zu finden. Menschen, die scheitern und trotzdem weitermachen.
Die Literatur erzählt davon. Der Blues auch. Nur mit anderen Mitteln.
Mich interessiert der Raum dazwischen
Keine Lesung. Kein Konzert.
Mich reizt an diesem Projekt vor allem, dass wir uns zwischen den Stühlen bewegen.
Wir machen keine klassische Lesung. Wir machen aber auch kein Blueskonzert.
Mich interessiert dieser Raum dazwischen: Was passiert, wenn ein Text plötzlich von Musik getragen wird? Wenn ein einzelner Ton mehr erzählt als ein ganzer Absatz? Oder wenn Stille genau das Richtige ist?
Die Musik soll nicht zeigen, was sie kann. Sie soll den Geschichten dienen. Und manchmal auch widersprechen. So wie das Leben selbst.
Musik aus Literatur, Bildern und Atmosphäre entwickeln
Meine Aufgabe als Musical Director
Für mich ist das eine der spannendsten Aufgaben der letzten Jahre.
Normalerweise entsteht Musik aus Musik. Hier entsteht Musik aus Literatur. Aus Bildern. Aus Figuren. Aus Atmosphären. Aus einem Satz. Oder manchmal nur aus einem Gefühl.
Gemeinsam mit dem Cologne Blues Club entwickle ich die musikalische Sprache des Abends. Wir suchen nicht nach den größten Hits. Wir suchen nach den richtigen Tönen.
Das ist ein Unterschied.
Nicht als Museum, sondern als lebendige Sprache
Robert Johnson sitzt mit am Tisch
Natürlich tauchen dabei viele meiner alten musikalischen Weggefährten wieder auf: Leadbelly. Son House. Robert Johnson. Elmore James.
Menschen, deren Musik weit über den Blues hinaus wirkt. Nicht weil sie besonders virtuos waren. Sondern weil sie etwas zu erzählen hatten.
Ihre Songs waren Zeitzeugen. Kleine Romane. Drei Minuten Leben.
Genau das verbindet sie mit den Autoren des Abends.
Heiner Lauterbach – Like a Hobo · Tour 2027
Ich freue mich auf diese Reise
Wenn alles gut geht, entsteht hier kein Abend über Literatur. Und auch kein Abend über Blues.
Sondern ein Abend über Menschen. Über das, was uns verbindet. Über Geschichten, die Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte überdauern.
Und über Musik, die manchmal genau dort beginnt, wo Worte aufhören.
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